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Warum ich nicht mehr gegen Rassismus kämpfe.

Ich habe aufgehört gegen Rassismus zu kämpfen.

Kämpfen heißt im Widerstand zu sein.

Ich war mein ganzes Leben lang im Widerstand.

Im Widerstand zu dieser Gesellschaft.

Im Widerstand zu mir selbst.

Der Widerstand änderte nichts.

Der Widerstand führte nicht zu den gewünschten Ergebnissen.

Er führte mich nur in die Ohnmacht und in die Fremdbestimmung.

Ich dachte ich würde durch meinen Widerstand etwas verändern.

Ich wollte das Feuer das da draußen wütet löschen.

Doch anstatt es zu löschen habe ich Holzblöcke reingeworfen.

In Form von meinen Gedanken, meinen Emotionen, Worten und Taten.

All das hat das Feuer größer werden lassen.

Das Feuer da draußen vereinnahmte meine gesamte Aufmerksamkeit.

Vereinnahmte mich.

Es hat mich von meinem inneren Brennen abgelenkt.

Jetzt kann ich es sehen.

Ich gebe den Kampf auf.

Ich gebe den Widerstand auf.

Ich kapituliere.

Ich komme zur Ruhe.

Ich nehme die Holzblöcke und baue mir eine Bank daraus.

Auf die setze ich mich jetzt.

Ich bleibe hier so lange sitzen, bis ich das Feuer in mir kontrollieren kann.

Zu lange hat es Macht über mich gehabt.

Zu lange hat es in mir gewütet.

Ich bleibe so lange hier sitzen, bis meine Brandwunden geheilt sind.

Dann erst mache ich mir Gedanken was ich aus meinem Feuer mache.

Wofür ich mein Feuer einsetzen möchte.

Für was ich brennen möchte.

Ich weiß es noch nicht.

Nur eins weiß ich.

Es wird gut.

Für mich und alle anderen.

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