Allgemein

Ich fühle mich dir ausgeliefert.

Dir und deinem Urteil über mich.

Ich erkläre mich.

Warum ich so aussehe.

Warum ich so spreche.

Warum ich so glaube.

Woher ich komme.

Ich erkläre mich.

Ich möchte, dass du mich annimmst.

Ich möchte, dass du gut von mir denkst.

Ich möchte, dass du mir erlaubst dazuzugehören.

Ich möchte, dass du dein Vorurteil ablegst.

Ich möchte, dass du mich siehst.

Deshalb erkläre ich mich.

Immer und immer wieder.

Und wenn ich merke, dass du mich nicht annimmst.

Nicht gut von mir denkst.

Mich als Fremde wahrnimmst.

Du deine Vorurteile nicht ablegen willst.

Du nicht in der Lage bist mich zu sehen.

Dann kommt der Schmerz.

Er ist unerträglich.

Ich fühle mich ohnmächtig.

Aber warum bist du und deine Ansichten mir so wichtig, frage ich mich jetzt?

Weil ich mich durch deine Brille sehe.

Weil ich irgendwann mal geglaubt habe, dass dein Blick zählt.

Ich habe es verinnerlicht, dass deine Bewertungen zählen.

Du bist der Maßstab an dem ich mich all die Jahre gemessen habe.

Weil ich dich in mir trage.

Ich sehe mich durch deine Augen.

Ich habe Angst deine Bille abzusetzen.

Ich weiß nicht was mich dort erwartet.

Ich weiß nicht wie das geht, einen eigenen liebevollen Blick auf sich zu haben.

Nur eins weiß ich, ich werde deine Brille absetzen und erstmal alles annehmen was da ist.

Ich bin frei.

Frei von der Lüge, dass du mir was geben kannst.

Frei von der Ohnmacht in die ich mich eingerichtet habe.

Ich bin frei von dir.

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2 Kommentare

  1. Mia says:

    Total schön ?

    1. Amal says:

      Danke für deinen Kommentar.

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